Einblicke

Die wenigsten Fachkräfte
sind auf Jobsuche.

Das ist die Ausgangslage, mit der wir jeden Tag arbeiten. Hier stehen die Beobachtungen dazu, die uns im Markt begegnen, jeweils mit der Quelle dahinter.

Kurze Einordnung statt eigener Forschung, und ohne den Anspruch, den Markt neu zu erklären.

Mitarbeiterbindung 2026-09

Fast jede dritte Fachkraft im Handwerk ist unzufrieden. Die meisten schauen sich um.

In einer Befragung von über 600 Beschäftigten aus Handwerksbetrieben sind 30 % mit ihrer Arbeitssituation unzufrieden oder sehr unzufrieden. Rund 70 % planen konkret oder möglicherweise einen Jobwechsel, zwei Drittel haben schon über einen Ausstieg aus dem Handwerk nachgedacht. Der häufigste Grund ist nicht das Geld, sondern fehlende Wertschätzung (47 %), gefolgt von fehlenden Weiterbildungen (35 %) und fehlenden Aufstiegsperspektiven (32 %). Branchenübergreifend passt das zum Gallup Engagement Index 2025: Nur 10 % der Beschäftigten sind emotional stark an ihren Arbeitgeber gebunden. Und laut RWI für die Bertelsmann Stiftung verließen 2022 und 2023 rund 191.000 Menschen Mangelberufe, während nur 167.000 hinzukamen. Worauf es beim Halten ankommt, ist damit ziemlich klar: Wertschätzung im Alltag, sichtbare Entwicklungswege und eine Bezahlung, die nachvollziehbar ist.

Was wir dagegen tun →

Wechselgründe 2026-09

Die fünf Hauptgründe, warum Fachkräfte den Arbeitgeber wechseln

Die Wechselwilligkeitsstudie 2025 von SD Worx nennt als häufigste Gründe: 1. zu niedriges Gehalt (38 %), 2. hohes Stresslevel (36 %), 3. Unzufriedenheit mit der direkten Führungskraft (36 %), 4. fehlende Aufstiegschancen (30 %), 5. unbefriedigende Aufgaben (29 %). Das Gehalt steht vorn, aber vier der fünf Gründe hat ein Betrieb unabhängig vom Lohn selbst in der Hand. Für Personalgewinnung heißt das: Wer weiß, warum jemand gehen will, weiß auch, ob die neue Stelle das Problem wirklich löst.

Was wir dagegen tun →

Recruiting 2026-09

Warum Bewerbungsprozesse scheitern

In der Stepstone-Studie Hiring Efficiency (Juni und Juli 2025, 4.023 Erwerbspersonen und 308 Recruiter) haben 44 % der Jobsuchenden in den letzten zwölf Monaten mindestens einen Bewerbungsprozess selbst abgebrochen. Die Hauptgründe: Die Stelle entsprach nicht den Erwartungen (34 %), das Gehalt passte nicht (33 %), die Kommunikation war unklar oder verzögert (23 %). 54 % haben nach einer Bewerbung überhaupt keine Rückmeldung bekommen. Schon der softgarden Bewerbungsreport 2019 kam zu einem ähnlichen Ergebnis: umständliche Verfahren und zu langsame Reaktionen sind die häufigsten Abbruchgründe. Gute Kandidaten gehen also selten an der Konkurrenz verloren, sondern am eigenen Prozess.

Was wir dagegen tun →

Fachkräftemangel 2026-09-07

Fachkräftemangel im Handwerk: Zahlen, Ursachen und was 2026 wirklich hilft

Rund 107.000 fehlende Fachkräfte im Handwerk nach KOFA und IW Köln, der ZDH schätzt über 200.000, weil viele Betriebe offene Stellen gar nicht erst melden. In der Bauwirtschaft können 53 % der Betriebe ihre Stellen nicht besetzen. Eine Fachkraftstelle bleibt im Schnitt 173 Tage offen, im SHK-Handwerk über 240 Tage. Der für uns entscheidende Punkt steht fast nebenbei darin: Nur etwa ein Drittel der Fachkräfte sucht überhaupt aktiv.

Entwicklung im Bauwesen 2026-08-31

Fachkräftemangel am Bau 2026

Eine Umfrage unter 125 deutschen Bauunternehmen zeigt: 96 % beobachten Fachkräftemangel bei Partnerfirmen, 41 % sogar gravierend. Am schwersten zu besetzen sind Maurer, Zimmerer und Bautischler. Die Branche setzt auf Vorfertigung, Robotik und Automatisierung, um die demografische Lücke abzufedern.

Entwicklung im Bauwesen 2025-12-11

Baukonjunktur 2025/2026: Die Stimmung in der Bauwirtschaft hellt sich auf

Der ZDB erwartet für 2026 einen Branchenumsatz von 178 Mrd. € (real +2,5 %), nach einem schwächeren 2025. Wirtschaftsbau und Tiefbau ziehen deutlich an, der Wohnungsbau erholt sich langsamer. Über die Hälfte der Betriebe bewertet die eigene Geschäftslage als gut oder befriedigend. Nach mehreren schwierigen Jahren ist das ein vorsichtig positives Signal.

Mitarbeiterbindung 2026 (bauhandwerk 6/2026)

Mitarbeiterbindung im Handwerk, Teil 1: Warum Einzel-Benefits scheitern

Nicht die einzelne Zusatzleistung ist das Problem, sondern fehlende Struktur dahinter: Ohne dokumentierte, nachvollziehbare Kriterien entstehen bei "vergleichbaren" Mitarbeitern schnell Konflikte, wenn Unterschiede die Runde machen. Die Autorin plädiert für ein System statt Einzelentscheidungen aus dem Bauch heraus.

Mitarbeiterbindung 2022-08

Tipps: So gelingt die Mitarbeiterbindung im Handwerk

Vier Hebel gegen Fluktuation: transparente Kommunikation, echte Wertschätzung im Alltag statt nur beim Jahresgespräch, Teamzusammenhalt durch kleine gemeinsame Momente, und Zusatzleistungen, die über die reine Entlohnung hinausgehen. Älterer, aber im Kern weiterhin zutreffender Beitrag eines Handwerksunternehmers.

Bauleiter mit Helm und Warnweste auf einer Baustelle

Was wir dagegen tun

Drei Probleme.
Unsere Antworten.

  1. 01

    Unzufriedenheit und Fluktuation

    Bindung als System, nicht als Einzelmaßnahme.

    Auf Wunsch beraten wir Sie zu Mitarbeiterbindung und Gehaltsstruktur: Wertschätzung im Alltag, sichtbare Entwicklungswege und eine Vergütung, die für alle nachvollziehbar ist.

    Zum Recruiting-Check →
  2. 02

    Die falschen Wechselgründe

    Wir kennen den Grund, bevor wir vorstellen.

    In mindestens drei Gesprächen klären wir, warum jemand wechseln will. Vorgestellt wird nur, wenn Ihre Position genau das löst. So wechselt niemand von einem Problem ins nächste.

    Wie wir vorqualifizieren →
  3. 03

    Gescheiterte Bewerbungsprozesse

    Klarheit vor dem ersten Kontakt.

    Aufgabe und Gehaltsrahmen sind geklärt, bevor ein Kandidat von Ihrer Position erfährt. Nach jedem Schritt gibt es Rückmeldung. Und auf Wunsch überarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen Ihren Bewerbungsprozess.

    Zum Recruiting-Check →

Fragen zum Markt?

Wie sich das alles auf Ihre konkrete Position auswirkt, klären wir schneller im Gespräch als über einen Artikel.